Der Tod ist meine Arbeit. Ein so wichtiger Teil des Lebens, mit dem ich mich ausgesöhnt habe. Weil das Leben es mir angeboten und ich angenommen habe. Und weil - das weiß ich heute - ich mir diese Aufgabe mit hierher gebracht habe, auf die Erde. Um Trauernde zu unterstützen, aus der Ohnmacht der Trauer rauskommen und in den neuen Lebensabschnitt sanft hineinzuwachsen.
Rückblickend betrachtet hat mein ganzes Leben mich von meiner Kindheit an auf meine Arbeit vorbereitet. Und ja, ich liebe es, Trauerbegleiterin zu sein. Weil es für die Trauernden wie ein Wunder ist, durch die richtigen Tipps, die passenden Impulse, die sanfte Begleitung und die herzzentrierte Arbeit aus ihrer Trauer heraus zu finden. Und in einen vollkommen neuen Lebensabschnitt hinein zu finden. Einen Abschnitt, den sie vor der Trauerbegleitung für unmöglich gehalten hätten. Tod und Trauer sind Transformation.
Mein Weg zur Trauerbegleitung war ein Prozess des Hinweinwachsens und der Heilung meiner eigenen Geschichte. Ein Weg des Verstehens und der Erinnerung, wer ich bin. Und es war ein Prozess der inneren Führung. Vor allem auch in meinen hellsichtigen Träumen, in denen ich immer wieder ermuntert worden bin, am Ball zu bleiben. Denn ja, so eine Selbständigkeit erledigt sich nicht von alleine. Und es gab nicht das eine Ereignis X oder den einen Moment, in dem ich wusste: Ja, ich mache Trauerbegleitung! Es war mein gesamtes Leben, das mich darauf vorbereitet hatte.
Als ich erfuhr, dass es Sterben und Tod gibt und dass Menschen davon todtraurig werden, war ich keine fünf Jahre alt.
Aber als ich unser Haustier eines Tages im Esszimmer tot aufgefunden habe. Und dann auch noch mein wichtigstes Kuscheltier verloren hatte, das für mich mein Ein und Alles war und das ich auf so tragische Weise loslassen musste, da stand meine Zeit still. Und ich begann, Trauer und allergrößten Kummer, verbunden mit Schuldgefühlen und einer schier endlosen Traurigkeit wahrzunehmen. Diese Traurigkeit, die überall, im ganzen Körper weh tut.
Weil ich es nicht anders gelernt hatte, nahm ich den Tod wahr, wie der Großteil der Menschheit. Nämlich als ein Schreckengespenst. Als etwas, das ich nicht wahrhaben und sowieso nicht in meinem Leben haben wollte. Als etwas Übermächtiges, das mich in der Hand hatte und mir große Angst und Traurigkeit machte. Ich fand ihn zum Kotzen, unfair und einfach nur schrecklich.
Als meine geliebten Großeltern starben, war ich jugendlich / eine junge Erwachsene. Und mit jedem Großelternteil fühlte es sich an als würde wieder ein Stück von mir weggenommen werden.
Mit 18 begann ich Karten zu legen und mich mit Astrologie und Spiritualität zu beschäftigen und das Leben neu zu verstehen. Die darauffolgenden Jahre waren eine Zeit des Studierens, des Lernens und vor allem der Heilung. Ich las viele Bücher, besuchte Seminare, machte Familienaufstellungen, meditierte und verband mich mehr und mehr mit der Geistigen Welt und meiner inneren Führung.
Und zum ersten Mal in meinem Leben fühlte ich mich zuhause in dem, was ich tat. Schon als Kind hatte ich meine "hellen Kanäle" geöffnet, aber mich meist mehr vor ihnen gefürchtet. Und nun, als junge Erwachsene, saugte ich dieses "neue" Wissen, das sich so vertraut anfühlte, förmlich in mich auf. Ich entschied: Dies ist mein Weg, und ich ging ihn.
Meine luziden Träume intensivierten sich so sehr, dass sie genauso real (und manchmal noch viel realer) waren als das "echte" Leben. Meine verstorbenen Großeltern begannen, in meinen Träumen zu erscheinen, mich voller Liebe in den Arm zu nehmen und mir Dinge zu erklären. Ebenso andere geistige Wesen. Mir wurde Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in den Träumen gezeigt. Und ich durfte mit in die Geistige Welt, um dort Wissen anzusammeln, viele Antworten zu erfahren und eine wunderschöne Welt zu erleben, die mit Worten kaum zu beschreiben ist. Mein gesamtes Leben begann eine neue Richtung zu nehmen. Und all das half mir durch meine bis dorthin herausforderndste Situation größter Trauer hindurch, die nichts mit dem Sterben eines Körpers zu tun hatte. Aber mit dem gewaltigen Prinzip des Lebens "stirb und werde".
Ich lernte, meine Träume zu steuern, meiner Wahrnehmung und dem Leben zu vertrauen, mit der Geistigen Welt zu kommunizieren und immer wieder in mein Zentrum zu finden, wenn mein Leben um mich herum tobt. Ich lernte, Frieden in mir selbst zu schaffen und mein Leben aus dem Herzen heraus zu erschaffen.
Es vergingen einige Jahre. Das Leben schulte mich weiter. Forderte mich heraus. Lud mich immer wieder ein, mein Herz für mich und meine Situationen zu öffnen. Und ich nahm die Einladungen an.
Und dann, irgendwann, mit dem nächsten Todesfällen von unseren Tierbegleitern und so wichtigen Menschen in meinem Leben merkte ich, wie sich ganz nebenbei etwas so wichtiges bei mir verändert hatte: mein Umgang mit dem Tod. Statt in tiefe Trauer zu versinken und dem Schmerz machtlos ausgeliefert zu sein, war ich für mich da. Weinte sanft, machte mein Herz ganz weich und hielt mich und vor allem mein inneres Kind. Und ich begleitete die Seelen ins Licht.
Ich wusste viele Jahre lang, dass meine Arbeit in Zukunft mit dem Tod zu tun haben würde. Und als meine Tochter geboren wurde und mein Vater wenige Wochen darauf starb, hätten Leben und Tod nicht näher beieinander sein können. Und so wie ich meine Tochter voller Freude in diesem Leben begrüßt habe, durfte ich kurz darauf meinen Vater voller Liebe aus diesem Leben verabschieden und ihn in seinem Sterbeprozess begleiten. Und ja, es war traurig und gleichzeitig wunderschön. Wir erlebten eine zutiefst heilsame und kostbare Zeit miteinander. Und eine echte Begegnung von Herzen. Voller Liebe.
Mein Vater, in seinem Sterbeprozess, war ein echtes Wunder für mich. Er, der so oft physisch und emotional abwesend war, zeigte inmitten seines Abschiedprozesses die schönste Präsenz, die ich jemals bei ihm erlebt hatte. Und als ich meine Wange auf seine legte und mein Vater völlig überraschend seine allerletzte körperliche Kraft zusammennahm, um mich zu umarmen, hätte es keinen kostbareren Augenblick geben können als diesen.
Im Laufe meines Lebens habe ich viel Trauer erlebt. Trauer um meine 3 Himmelskinder. Trauer um meinen Papa. Trauer um meine Großtante, die ein so wichtiger Mensch für mich war. Trauer um all meine Großelterm. Trauer um geliebte Tierbegleiter und mein so sehr geliebtes Kuscheltier. Und Trauer in vielen anderen sehr herausfordernden Situationen, die nichts mit dem Tod zu tun haben. Und davon gab es genug.
Und in den alle den Situationen habe ich meinen Weg aus der Trauer immer alleine UND in Zusammenarbeit mit der Geistigen Welt gefunden. Und nach meinen nunmehr 25 Jahren Erfahrung in herzzentrierter Arbeit kann ich voller Überzeugung sagen:
Die Liebe kann alles! Und sie kann so wunderbar dabei helfen, den Schmerz aufzufangen und weich zu bleiben. Damit nicht das Unfassbare, das Unbegreifliche und der Schmerz die Situation bestimmen. Sondern dass Du allen Trost und Halt findest, den Du nun brauchst, um durch Deine Trauer zu gehen. Und dass es möglich ist, ganz bewusst und ja auch in Freude und Dankbarkeit Abschied zu nehmen, über das, was gemeinsam erlebt worden ist und was weiter verbindet.
Sterben, Tod und Trauer sind immer auch eine Einladung, das Herz weich zu machen und ganz tief zu lieben. Vor allem Dich selbst.
Und all meine Erfahrung, mein Wissen und bewährten Methoden gebe ich in der Trauerbegleitung an Dich weiter. Damit Du aus der Ohnmacht Deiner Trauer rauskommen und Deinen neuen Lebensabschnitt sanft hineinwachsen kannst.
In Verbundenheit,
Niki